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Mikrofonierung eines Pianos

Tipps für die Mikrofonierung eines Pianos. Flügel oder Klavier.

Dieser Artikel enthält Informationen über das Piano, sowohl Klavier als auch Flügel, sowie Tipps zur Mikrofonierung des Instruments und geeignete Platzierungsmöglichkeiten, je nachdem, wo Du arbeitest.

Guter Klang ist subjektiv, daher sind die in diesem Artikel beschriebenen Mikrofonierungsmethoden nur Vorschläge. Probiere diese Methoden aus, aber höre genau hin und wähle die beste Lösung für deine jeweilige Situation.

Der Klang eines akustischen Instruments ist in der Regel so konzipiert, dass er aus einiger Entfernung wahrgenommen wird, damit sich alle verschiedenen Klangelemente auf natürliche Weise zu einer perfekten Harmonie verbinden. Oft ist die Anbringung eines Mikrofons direkt am Instrument die praktischste Lösung, aber die Nahmikrofonierung eines Instruments wird oft als Kompromiss gegenüber dem authentischen Klang des Instruments angesehen. 
Das Mikrofon an der optimalen Stelle des Instruments – oder an Deiner bevorzugten Stelle – zu finden und zu platzieren, kann eine Herausforderung sein.

Das Piano als Instrument

Ein Konzertflügel gehört zu den größten und vielseitigsten akustischen Instrumenten der Welt. Er reicht von der tiefsten Taste eines 88-Tasten-Klaviers A0 27 Hz bis zur höchsten C8 bei 4,2 kHz. Das Klavier hat auch einen sehr großen Dynamikbereich, von den leisesten, kaum hörbaren Tönen bis zu den lauten Transienten mit mehr als 130 dB in der Nähe der Hämmer. Um den gesamten Frequenzbereich natürlich und gleichmäßig über das gesamte Spektrum hinweg einzufangen, braucht man präzise Mikrofone, sowohl auf der Achse als auch außerhalb der Achse, da der Klang und die Reflexionen aus allen Winkeln für das Ergebnis wichtig sind.

Wenn Du mit Nahmikrofonierung arbeitest, hat der Raum weniger Einfluss auf den Klang, aber wenn Du die Raumakustik mit einbeziehst, gibt es mehr zu beachten. Der Raum ist oft genauso einzigartig wie der Flügel darin, und da es sich um ein so großes Instrument handelt, interagiert jeder Raum unterschiedlich.

Ein Konzertflügel wurde ursprünglich für das Spielen in großen Konzertsälen entwickelt, wo die Akustik eine wichtige Rolle für das Gesamterlebnis spielt. Ursprünglich wurden der Flügel und seine Vorgänger auf Bodenhöhe aufgestellt – auf derselben Höhe wie die sitzenden Zuhörer – und der Winkel des Deckels war daher so ausgelegt, dass der Klang in horizontaler Richtung verstärkt wurde. Moderne Konzertsäle haben eine erhöhte Bühne, sodass der Winkel des Deckels entsprechend reduziert wurde. Heute wird oft ein kürzerer Stab verwendet, damit die Reflexionen das Publikum erreichen, das sich nun in einem Winkel etwas unterhalb der Bühne befindet.

Solo- oder isoliertes Klavier

Akustisch gesehen kann der Flügel als ein volles Orchester betrachtet werden. Wenn Du also das gesamte Klaviererlebnis einfangen möchtest, als wärst Du selbst Teil des Publikums im Saal, ist die beste Platzierung außerhalb des Klaviers, in relativ geringer Höhe. Alternativ kannst Du den Deckel etwas weiter anheben, damit die Reflexionen die Mikrofone erreichen. Das gesamte Klangspektrum muss in einem umhüllenden Format aufgenommen werden – mindestens in Stereo. Heutzutage werden Aufnahmen häufiger mit einer vollständig immersiven Abnahme gemacht, von 5.1 bis zu einem größeren Maßstab von 7.1.4 und sogar noch höher.

Für diese Situation werden oft Omni-Mikrofone gewählt, da sie nicht unter dem Nahbesprechungseffekt leiden und aufgrund ihrer Beschaffenheit sowohl den Raum als auch das Instrument erfassen. Eine AB-Platzierung mit einem Paar Kugel-Mikrofonen direkt außerhalb des Klaviers auf einem Stativ im Abstand von 30 cm ist eine besonders gute Ausgangsposition.

DPA-Lösungen

Das 3506A Stereo Kit mit abgestimmten 4006A Mikrofonen mit Kugelcharakteristik oder das 3532-SP Stereo Kit mit abgestimmten 4041-SP Mikrofonen mit Kugelcharakteristik sind eine ausgezeichnete Wahl für diese Situation. Eine weitere gute und kostengünstige Lösung ist ein Stereopaar 2006 Doppelmembran-Mikrofone mit Kugelcharakteristik.

Live-Bühne/Piano im Orchestergraben

Wenn das Piano auf einer Bühne oder im Orchestergraben steht und andere Klangquellen in der Nähe sind, solltest Du die Mikrofone näher am Piano platzieren, um mehr vom direkten Klang und weniger von der Umgebung und dem Raum einzufangen. Mit Richtmikrofonen im Inneren des Pianos kannst Du noch mehr von der Umgebung ausschließen und einen noch perkussiveren Klang erzielen. Platzierungen wie A/B, X/Y oder ORTF im Bogen in der Mitte des Flügels mit Richtmikrofonen.

In akustischen Umgebungen, in denen das Piano nur ein Teil des Gesamtmixes ist, wie z. B. in Big Bands, wenn andere Instrumente in der Nähe sind oder wenn Monitorsysteme auf der Bühne sehr laut spielen, ist die ideale Lösung eine höhere Isolierung mit schmaleren Mikrofoncharakteristiken und engeren Platzierungen. Das Schließen des Pianodeckels oder die Wahl eines kurzen Stockes ist ebenfalls nützlich für die Trennung.

DPA-Lösungen

4011-Mikrofone oder 2012 Kompppakt-Mikrofone mit Niertencharakteristik sind nützliche Lösungen für Bühnen- oder Orchestergraben-Szenarien. Eine tolle Alternative ist eine breite A/B-Anordnung mit breiten Nieren-Mikrofonen wie dem 4015 oder dem 2015 Mikrofon mit breiter Nierencharakteristik, die an Magnethalterungen an beiden Enden des Klaviers im Rahmen platziert werden und ein außergewöhnlich reichhaltiges und breites Stereobild liefern. Kugelmikrofone wie die 4006 oder das größere 4041 mit großer Membran, die näher an den Hämmern platziert werden, liefern einen hohen Anteil an Direktschall, aber auch die Fülle des gesamten Pianos.

In einer akustischen Umgebung, in der das Piano Teil des Gesamtmixes ist, ermöglicht ein Clip-Mikrofon eine flexible und nahe Platzierung, ohne dass man sich mit Stativen herumschlagen muss. Das DPK4099 CORE+ Piano Stereo Kit, das DPK2015 Piano Stereo Kit oder das DPK4011 Piano Stereo Kit sind alle eine gute Wahl für diese Anwendung, da sie alle ein unauffälliges Profil haben und mit Shockmounts und Magneten befestigt werden können.

Versteckte oder unauffällige Mikrofonierung

In Situationen, in denen sich das Piano auf einer Bühne oder einem Filmset befindet und die Mikrofone unsichtbar bleiben müssen, sind Miniaturmikrofone eine gute Lösung. Wenn man es richtig macht, können diese Mikrofone sogar bei geöffnetem Deckel gut versteckt werden. Es gibt ein paar sehr unauffällige Möglichkeiten zur Befestigung:

•    Bringe die Miniaturmikrofone an kleinen Magnethalterungen an und platziere sie in oder in der Nähe der Schalllöcher des Pianos. Bringe eines am hohen Loch und ein weiteres in Richtung der letzten (oder vorletzten) Oktave der tiefen Saiten an. Dies ist auch eine gute Platzierung für Aufnahmen oder für Front-of-House- und Monitor-Mischungen, da der Pegel des direkten Klangs vom Piano relativ laut ist.

•    Befestige zwei Miniaturmikrofone an der Innenseite des geöffneten Klavierdeckels, um einen natürlichen Klang für die Aufnahme zu erzielen. Die Druckzonentechnik „zieht“ das natürliche Timbre des Klaviers an und fängt es ein, während sie gleichzeitig sehr unauffällig ist. Eine weitere Möglichkeit ist die direkte Anwendung der Technik auf dem Resonanzboden unter den Saiten. Dies erzeugt oft einen schärferen „Honky-Tonk“-Klang.

•    Miniatur-Kugelmikrofone können an ihren integrierten Kabeln 30–40 cm über den Saiten aufgehängt werden, wobei die Höhe/akustische Balance nach Bedarf angepasst werden kann. Wenn Du sie etwas vor den Hämmern mit einem Abstand von etwa 30 cm zwischen den Mikrofonen aufhängst, bekommst Du einen ausgewogenen Klang. Ein kürzerer Abstand zwischen den Mikrofonen kann einen Kammfilter erzeugen, während ein größerer Abstand ein breiteres Stereobild hervorruft. Ein zu großer Abstand erzeugt eine „Lücke“ in der Mitte des Mixes. In der Regel findet in diesem mittleren Register der Großteil der Action in der traditionellen klassischen oder Popmusik statt.

DPA-Lösungen

Das 4061 CORE+ Stereomikrofon-Kit enthält Grenzflächenhalterungen für die Druckzonentechnnik-Lösung (BLM6000) sowie die universelle Oberflächenhalterung DMM0007.

Zusammenfassung

Es gibt unzählige Methoden und Positionen, aber hier sind drei der erfolgreichsten Stereo-Setups in einem Flügel aufgeführt.

  1. ORTF-Stereo-Setup mit Nierenmikrofonen ca. 30 cm über den Saiten in der Mitte des Rahmens. Die Mikrofone sollten in einem Winkel von 45° nach unten in Richtung des Pianisten ausgerichtet sein. Kann mit DPK4011 und der mitgelieferten ORTF-Halterung erreicht werden.
  2. A/B mit einem Paar Kugelmikrofonen 30 cm über den Saiten. Dafür kannst Du das 3506A Stereo-Kit mit gematchten 4006A-Kugelmikrofonen oder das 3532-SP Stereo-Kit mit gematchten 4041-SP-Kugelmikrofonen verwenden.
  3. A/B mit einem Paar breiter Nierenmikrofone, die hinter dem Piano auf einem Notenstativ platziert sind und vom Pianisten weg zeigen. Dafür kannst Du das DPK2015 und die mitgelieferten Schwanenhalshalterungen mit Magneten verwenden.
  4. A/B mit einem Paar breiter Nierenmikrofone, die mit Magneten im Bogen befestigt sind. Eines zeigt zur Mitte der höheren Saiten, das andere zur Mitte der tieferen Saiten.

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