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Mikrofonierung einer Oboe

Dies ist ein Leitfaden zum Mikrofonieren einer Oboe. Die genannten Techniken gelten auch für das Englischhorn (Cor anglais), die Oboe d’amore und andere Varianten der Oboenfamilie.

Nah- oder Spot-Mikrofonierung 

Die Nah- oder Spot-Mikrofonierung einer Oboe ähnelt stark der des Sopransaxophons, des Fagotts und der Klarinette: Richte das Mikrofon auf die Grifflöcher, etwa ein Drittel der Länge vom Schalltrichter entfernt, in einem Abstand von 15–20 cm. Verwende nach Möglichkeit ein Kugelmikrofon wie das 4006A oder das kompakte 4006C Kompaktmikrofon. Wenn Du mehr Trennung benötigst oder weniger Raumklang mit einbeziehen möchtest, ziehe stattdessen ein 4011A Nierenmikrofon oder ein 4015A Mikrofon mit breiter Niere in Betracht. Wenn Du weniger Platz beanspruchen möchtest, sind das kompakte 4011C Kompaktmikfofon mit Nierencharakteristik und das 4015C Kompaktmikrofon mit breiter Niere praktische, elegante Optionen.

Um eine bessere Trennung zu erzielen, verwenden Toningenieure möglicherweise stark gerichtete Nierenmikrofone anstelle von Kugelmikrofonen oder breit gerichteten Nierenmikrofonen, die einen insgesamt besseren Klang liefern. Sie sollten darauf abzielen, einen klaren und natürlichen Oboenklang einzufangen, nicht unbedingt ohne alles andere auszublenden. Mikrofone mit hoher Richtcharakteristik sind für diese Zwecke oft zu fokussiert und klingen weniger natürlich, um sich gut einzufügen.

Orchestersituationen

Wenn Du in einer Mehrspuraufnahme mit Orchester und zwei Flöten, zwei Oboen, zwei Klarinetten und zwei Fagotten arbeitest, funktioniert eine Aufnahmetechnik mit einem abseits der Achse platzierten Kugelmikrofon oder breiter Niere gut. Platziere das Mikrofon zwischen den beiden Instrumenten, etwa auf Kopfhöhe, und richte es senkrecht nach unten auf den Boden, der nicht mit Teppich ausgelegt sein sollte. Diese Technik eliminiert das „Keyboarding“, und die eigenartigen Richtcharakteristiken dieser Instrumente finden ihren Weg ins Mikrofon. Bei korrekter Abtastung im Stereobild, zeitlich verzögert in das Hauptmikrofonarray eingespielt und mit dem Rest des Orchesters abgemischt, entsteht nicht dieser „zu nah“ klingende Klang, den du bei dieser Art von Aufnahme vermeiden solltest.

Alternativ kannst Du das Mikrofon vor Deine Oboisten stellen, zwischen zwei Spieler, über die Oboen hinweg und leicht nach unten geneigt. Das erzeugt einen volleren Klang mit mehr Oboenklang im Mittelpunkt. Da Orchester Holzbläser nie ganz vorne platzieren, musst Du bei dieser Spot-Mikrofontechnik die Holzbläser-Sektion mit Pan-Reglern, Fadern und eventuell Hall so in den Mix einfügen, dass sie die Position und Tiefe einnehmen, die sie physisch einnehmen.

Wenn die Oboe in Situationen mit viel Hintergrundlärm oder überlaufenden PA-Lautsprechern gespielt wird, verwende ein sehr nahes Mikrofon wie das 4099 CORE+ Instrumentenmikrofon. Mit seinem einfachen, genialen Klettverschlussband lässt sich der U-CLIP leicht oben an der Oboe befestigen, nahe am Schalltrichter, aber nicht unbedingt in den Schalltrichter gerichtet. Richte es stattdessen auf die Klappen. Auf diese Weise nimmt das Mikrofon – das sich zwar nahe am Schalltrichter befindet, aber auf die Tonlöcher gerichtet ist – eine Mischung aus beidem auf.

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