Menü
Menü
Keine Artikel in der Liste
$0
UVP
exkl. MwSt.

Die Kunst, ein Klavier live hörbar zu machen

Als der erfahrene Live-Tontechniker Jamie Harley bei Yann Tiersens Tour „Rathlin from a Distance | The Liquid Hour“ die Front-of-House-Regie übernahm, stand er vor einer Herausforderung, die zu den größten im Live-Soundbereich zählt: den gesamten Dynamikbereich eines akustischen Soloklaviers über eine große PA-Anlage wiederzugeben – Abend für Abend, jedes Mal auf einem anderen Klavier.

Zwei Welten, eine Show

Die Tour gliedert sich in zwei deutlich voneinander getrennte Hälften. Der erste Teil ist ein Solo-Klavierprogramm, ruhig und atmosphärisch. Der zweite Teil wechselt zu modularer Synthese und Elektronik. Harleys Aufgabe bestand darin, beide Hälften zu einem einzigen, nahtlosen Erlebnis zu verschmelzen – was bedeutete, dass der Klavierteil sich gegenüber dem, was danach kam, behaupten musste, ohne dabei etwas von seiner Feinheit einzubüßen.

Jedes Klavier ist anders

Die Konsistenz ist eine der größten Herausforderungen bei Live-Tourneen. Jeder Veranstaltungsort bringt ein anderes Instrument, eine andere Akustik und eine andere Systemkonfiguration mit sich. „Jedes Klavier ist anders“, sagt Harley. „Manche klingen heller, andere wärmer und wieder andere aggressiver. Deine Aufgabe ist es, der Klangquelle zuzuhören und sie so originalgetreu wie möglich über das dir zur Verfügung stehende System wiederzugeben.“ 

Tiersens Spielstil fügte eine weitere Ebene der Komplexität hinzu. „Yann spielt sehr texturiert“, erklärt Harley. „Er hält Töne und baut Klangschichten auf. Wenn man nicht aufpasst, kann es schnell zu einer Überbetonung des Mitteltonbereichs kommen.“

Ein Set für das Klavier

Um diese Herausforderungen zu meistern, griff Harley auf das DPA DPK2015 Piano Stereo Kit zurück, das ein Stereopaar der DPA 2015 Mikrofone mit breiter Nierencharakteristik enthält. Die 2015 wurden im Inneren des Klaviers positioniert, um sowohl Klarheit als auch Tiefe über den gesamten Tonumfang des Instruments einzufangen. „Ich war wirklich gespannt, wie das Piano-Kit damit zurechtkommen würde, und es hat extrem gut funktioniert“, sagt er.

Die breite Nierencharakteristik ermöglichte es Harley, die natürliche Resonanz des Klaviers einzufangen und gleichzeitig unerwünschtes Übersprechen unter Kontrolle zu halten. „Diese Richtcharakteristik zu haben, ist ein Glücksfall“, sagt er. „Besonders wenn man mit einem sehr leisen, empfindlichen Instrument in einem großen System arbeitet. Man braucht Mikrofone, die alles präzise und genau dort fokussiert halten, wo es sein soll.“

Ein praktischer Vorteil war der geringere Aufwand für korrigierende EQ-Bearbeitung. „ Bei billigeren Mikrofonen hört man oft, wie der Mitteltonbereich unscharf oder unangenehm wird, und dann greift man zum EQ, um die Probleme zu beheben, die die Mikrofone verursachen“, erklärt Harley. „Mit den 2015 musste ich das nicht tun. Es gab natürlich kleine Anpassungen, aber nichts Drastisches. Genau das will man.“

Der Tieftonbereich war ein weiterer Bereich, in dem die 2015 ohne zusätzliche Hilfsmittel überzeugten. „Wir haben mit anderen Lösungen für mehr Gewicht im Tieftonbereich experimentiert, aber letztendlich brauchte ich sie nicht“, erklärt er. „Wenn man die Mikrofone richtig positioniert und das System richtig abstimmt, erhält man mehr als genug Wärme und Kraft vom Klavier selbst. Vor allem aber trübt es den Mitteltonbereich nicht.“

Das Set hat sich auch auf Tour praktisch bewährt. „Es ist absolut solide“, sagt Harley. „Das Set wird in einem tollen Koffer geliefert, und alles ist gut durchdacht. Es hat die gesamte Tour über hervorragend gehalten.“

Was vier Jahrzehnte Live-Sound einem lehren

Harleys Vertrauen in DPA reicht Jahrzehnte zurück, bis zum Brüel & Kjær-Erbe der Marke. „Ich kenne DPA-Produkte schon seit den frühen Tagen im Studio“, erinnert er sich. „Schon damals waren sie hervorragend. Es war schon immer ein zuverlässiges Unternehmen, das sehr hochwertige Produkte herstellt.“

Im Laufe seiner Karriere hat Harley auch DPA 4099 Instrumentenmikrofone und d:facto Gesangsmikrofone bei verschiedenen Projekten eingesetzt. Auf dieser Tour war die Erkenntnis klar: Wenn die Klangquelle leise und fein ist und sich jeden Abend ändert, kommt es umso mehr auf die Wahl des Mikrofons an. „DPA macht diese Aufgabe viel einfacher“, sagt er.

Tippen, um zu suchen

Suchbegriffe müssen aus min. 4 Zeichen bestehen

Nicht gefunden, wonach Du gesucht hast?
Contact Us