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Wie DPA-Lösungen dafür sorgen, dass das Teatro Colón seinen Klang bewahrt

Als eines der weltweit akustisch renommiertesten Opernhäuser eine Beschallungsanlage benötigte, lautete die Vorgabe ganz klar: Niemand darf hören, dass sie in Betrieb ist.

Das Teatro Colón in Buenos Aires ist kein Ort, der Kompromisse duldet. Es wurde 1908 erbaut und zählt regelmäßig zu den besten Konzertsälen der Welt; die Akustik hat sich über mehr als ein Jahrhundert hinweg entwickelt. Als das Theater „Astor Piazzolla, Eterno“ in Auftrag gab – eine groß angelegte, immersive Theaterproduktion, die das Leben und die Musik des bekanntesten Komponisten Argentiniens feiert –, stand das Sounddesign-Team vor einer Herausforderung, für die es keine einfache Lösung gab: Ein komplettes Orchester und die Darsteller zu verstärken, ohne die Seele des Raumes zu beeinträchtigen.

Sounddesigner Rodrigo Lavecchia von Lavecchia Sonido baute das System auf der Technik von DPA Microphones auf. Es war die richtige Entscheidung.

Das Problem bei der Verstärkung eines legendären Raums

Jeder Tontechniker, der schon einmal in einem halligen, akustisch anspruchsvollen Saal gearbeitet hat, kennt dieses Paradoxon: Genau die Eigenschaften, die den Raum so besonders machen, sind auch diejenigen, die die Beschallung erschweren. Eine hohe Verstärkung ohne Rückkopplung ist schwer zu erreichen. Die klangliche Einheitlichkeit zwischen den Instrumentengruppen lässt sich nur schwer aufrechterhalten. Und in dem Moment, in dem das Publikum die PA-Anlage als solche wahrnimmt, hat man verloren.

Bei „Astor Piazzolla, Eterno“ bestand die Lösung nicht darin, gegen den Raum anzukämpfen – sondern darin, Mikrofone zu finden, die transparent genug waren, um mit ihm zu arbeiten.

DPA N-Serie: Erster Einsatz in Argentinien

Bei dieser Produktion kam das digitale Drahtlossystem der N-Serie von DPA zum ersten Mal in Argentinien zum Einsatz. In einer komplexen Funkumgebung wie einem großen Opernhaus ist die Stabilität der Drahtlosverbindung keine Selbstverständlichkeit. Die N-Serie hat sie gewährleistet.

Die Robustheit der Sender war für eine Produktion dieser Größenordnung und Dauer eine praktische Notwendigkeit – und entscheidend war, dass die Funkkette den natürlichen, unverfälschten Klangcharakter der angeschlossenen Mikrofone bewahrte.

4099er: Transparente Verstärkung des Orchesters

Für das Orchester entschied sich das Team für DPA 4099 Instrumentenmikrofone. Das 4099 ist genau für solche Aufgaben konzipiert: linearer Frequenzgang, instrumentspezifische Halterung, die die Kapsel in einer festen Position relativ zur Schallquelle hält, und eine hervorragende Rückkopplungssicherheit.

In der halligen Akustik des Teatro Colón ist dieser letzte Punkt wichtiger als in einem trockeneren Raum. Die nahe, stabile Aufnahme, die das Befestigungssystem des 4099 ermöglicht, erlaubte es dem Team, die klangliche Konsistenz über die verschiedenen Instrumentenfamilien hinweg zu wahren, ohne die Verstärkung so weit zu erhöhen, dass der Raum ihnen zu schaffen machte.

Das Ergebnis war ein Orchester, das verstärkt so klang, wie Orchester verstärkt klingen sollten – das heißt, es klang überhaupt nicht verstärkt.

6066er: Unsichtbar, klarer Klang

Die Darsteller trugen 6066 Subminiatur-Headsets mit Kugelcharakteristik. In einer immersiven Theaterproduktion ist die Sichtbarkeit von Mikrofonen ein gestalterisches Problem und nicht nur eine Frage der Ästhetik – alles, was das Publikum sehen kann, lenkt von der Darbietung ab. Die äußerst unauffällige Bauweise des 6066 löste dieses Problem.

Noch wichtiger ist, dass es das Problem mit der Stimmwiedergabe löste. Opernaufführungen sind besonders anfällig für den von Tontechnikern als „verstärkte Stimme“ bezeichneten Effekt: Stimmen, die zwar technisch hörbar sind, aber die Nuancen und die natürliche Projektion verloren haben, die eine Aufführung fesselnd machen. Das 6066 verlieh den Stimmen der Darsteller Verständlichkeit und Präsenz, ohne die Qualitäten zu verlieren, die eine Live-Aufführung sehenswert machen.

Sowohl die Darsteller als auch die künstlerische Leitung reagierten positiv – was bei einer Produktion dieses Kalibers der Maßstab ist, auf den es ankommt.

Das Teatro Colón-Projekt ist nicht nur ein erfolgreicher Anwendungsfall. Es zeigt etwas Spezifisches darüber, wie DPA-Mikrofone gebaut sind: Wenn Transparenz gefordert ist, liefern sie Transparenz. Nicht als Marketingversprechen, sondern als messbares Ergebnis in einer der akustisch anspruchsvollsten Umgebungen der Welt.

Die Produktion wurde von EQUAPHON unterstützt, dem offiziellen Vertreter von DPA in Argentinien, Uruguay und Paraguay. Für das technische Team, die Künstler und die Theaterleitung tat das System genau das, was es tun sollte: Es wurde unsichtbar und ließ Piazzollas Musik im Mittelpunkt stehen.

In dieser Produktion eingesetzte Produkte:

•    N-Serie Digital Wireless System
•    4099 Instrumentenmikrofon
•    6066 Subminiature Kopfbügelmikrofon

 

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